• «L'arteterapeuta mi aiutava ad aiutarmi. Ho scoperto che forse la medicina per la mia malattia fosse proprio l’arte.»
    Una paziente, 18 anni, all’Ospedale regionale di Lugano

  • «Art and music reach a great number of young patients. They touch places in them where no injection can reach.»
    Petula Clark, singer, songwriter and patron of the Foundation

  • «Die Wissenschaft ist der Verstand der Welt, die Kunst ihre Seele».
    Maxim Gorki

  • «Laura ist in eine andere Welt eingetaucht und begann, ihr Spitalerlebnis zu verarbeiten.»
    Eine Kunsttherapeutin

  • «Sie war sofort sehr aufmerksam und hat diese Musik wirklich wahrgenommen.»
    Mutter eines Frühchens

  • «Danser, c’est comme parler en silence. C’est dire plein de choses sans dire un mot.»
    Yuri Buenaventura, musicien

  • «Ich merke, wie ich mich selbst entspannen kann, dann kann ich mit Hilfe des Singens noch mehr zu ihr kommen, noch näher zu ihr finden.»
    Mutter einer Neugeborenen

„Wir verstehen die Musiktherapie als Chance, Beziehung herzustellen zwischen den Kindern und den Eltern. Wir wissen, dass das Outcome bzw. die Entwicklung der Kinder dadurch deutlich besser ist und das ist natürlich unser zentrales Anliegen.“
 
PD Dr. med. Mathias Nelle, Abteilungsleiter Neonatologie, Universitätsklinik für Kinderheilkunde, Inselspital Bern

«Beim Zeichnen, Malen oder Modellieren können die kleinen Patienten ihrer inneren Stimme eine Form geben. Kunsttherapie ermöglicht ihnen, das Erlebte besser zu verarbeiten und die oftmals gestörte Beziehung zu sich selbst und zu ihrem Umfeld wieder aufzunehmen.»

Eine Kunsttherapeutin

«Wenn eine Person zu malen oder zu modellieren beginnt, sieht sie die Dinge in ihrem Innern. Erinnerungen tauchen auf, Emotionen, Empfindungen. Damit kann sie eine Verbindung schaffen zu dem, was ihr äusserlich widerfährt und was oftmals problembeladen ist. Es wird etwas zum Leben gebracht, zum Vibrieren, das man von da aus erkunden kann; dies macht uns lebendig. Für mich bedeutet Kunst-Therapie, Leben in etwas zu bringen, das tot oder bewegungsunfähig ist.»

Christina Anzules, Kunsttherapeutin, Genf

«Ein Spitalaufenthalt ist für die betroffenen Kinder und deren Angehörige eine einschneidende Erfahrung. Eine schwere Krankheit oder ein Unfall erfasst ein Kind in allen Facetten seines Seins, physisch, emotional und psychisch.

Manche Kinder können nicht sagen, was sie empfinden. Und manchmal machen Worte ein Leiden nur noch schlimmer. Zeichnen und malen, singen oder ein Instrument spielen, Geschichten erzählen, tanzen oder sich einfach der Musik hingeben, geben ihnen eine Stimme und verschaffen ihnen Erleichterung.»

Charlotte Leber, Gründerin und Vizepräsidentin der Stiftung Art-Therapie

«Wo Worte nicht hinreichen, das Leiden zu erfassen, zu fühlen, auszudrücken und zu bearbeiten, ist Musikpsychotherapie angezeigt. Im freien Spielen mit dem musikalischen Material (Klänge, Rhythmen, Geräusche, eigene Stimme) treten die Jugendlichen in Beziehung zu sich selbst und nehmen dadurch sowohl ihren Körper und dessen Ausdrucksmöglichkeiten als auch ihre seelische Befindlichkeit besser wahr.  Psychosomatische Erkrankungen gründen nicht selten in sehr frühen, oft schon vorsprachlichen  Beziehungserfahrungen. In der Folge zeigen sich tiefgreifende Ab-Spaltungen und Entfremdungen vom eigenen Körper  und von den eigenen Gefühlen, welche sich in einer psychosomatischen Erkrankung mitteilen können.

Da Klang- und Rhythmusempfindungen als "psychosomatische Gesamtempfindung" bereits dem Ungeborenen früheste Erfahrungseindrücke der Welt vermitteln, ermöglicht der musiktherapeutische Prozess nonverbal neue Beziehungserfahrungen und bietet basale therapeutische Möglichkeiten für die Herstellung einer reiferen Beziehungs-, Dialog- und Kommunikationsfähigkeit.

Beim freien und lustvollen Spielen mit Tönen in der Musikpsychotherapie bei Barbara Gindl in der psychosomatischen Therapiestation „Romerhuus“ am Ostschweizer Kinderspital können eigene Gefühle besser gespürt und später auch benannt werden. Das Lauschen und auch leibhaftige Spüren von Klängen und Vibrationen verhilft der 13-jährigen L., ihren Körper trotz ihrer Erkrankung positiv und entspannt wahrzunehmen.»

Dr. Barbara Gindl, Musik- und Psychotherapeutin, Ostschweizer Kinderspital, St. Gallen

Je öfter ich den Musiktherapeutinnen bei den Patienten begegne, desto mehr wird mir klar, dass dies ein notwendiger Beitrag ist, und viel wichtiger, als wir uns dies bisher vorgestellt hatten.

Dr. Daniel Laufer, ehemaliger leitender Arzt der medizinisch-chirurgischen Abteilung CHUV Lausanne und Stiftungsrat der Stiftung Art-Therapie

«Ich merke halt, wenn ich mich selbst entspannen kann, dann kann ich mit Hilfe des Singens noch mehr zu ihr kommen, noch mehr zu ihr finden, noch näher zu ihr finden.»

Mutter einer Frühgeborenen

«Im kreativen Prozess, sei dies Malen, Plastizieren, Musizieren, Theaterspielen usw. kommen die Kinder und Jugendlichen ins Tätigsein, in eine innerliche und äussere Bewegtheit, die heilend wirkt. Das genaue Hinschauen und Hinhören schafft Bezug zur Realität und gibt Selbstvertrauen: «Ich kann mich auf meine Wahrnehmung verlassen!» Gleichzeitig merken die Kinder: ‚Ich kann gestalten und etwas Ureigenes schaffen.’ So wird das Gefühl der Selbstwirksamkeit massgeblich gefördert. Die Kinder sind stolz auf ihre Werke und kommen über sie und den kreativen Prozess in die Wahrnehmung der eigenen Gefühle und Stimmungen: ‚Heute fühle ich mich etwas traurig/ängstlich/stark’ oder des eigenen Verhaltens: ‚Ich kann heute gar nicht so gut bei der Sache bleiben/gebe schnell auf, wenn es nicht so gut klappt’,  aber auch der eigenen Vorstellungen und Werte: ‚Heute konnte ich zufrieden sein mit meinem Werk, obwohl ich es mir viel schöner vorgestellt habe’. Die Kinder und Jugendlichen können auch feststellen, wie sich im eigenen Ausdruck etwas verändert, wie er durch das Üben einer Technik genauer, differenzierter, kräftiger und immer authentischer wird. Die Beziehung zur Therapeutin, welche ungeteilte Aufmerksamkeit schenkt, unterstützt und stärkt das Kind.

Dr. med. Kurt Albermann, Chefarzt Sozialpädiatrisches Zentrum am  Kantonsspital Winterthur und Stiftungsrat der Stiftung Art-Therapie

«Wir erachten es als ausserordentlich wichtig, einen umfassenden Zugang zu diesen Therapieformen zu ermöglichen und dafür eine gesamtschweizerische Stiftung aufzubauen.»

Prof. Dr. Alain Golay, Chefarzt, Abteilung Therapeutische Erziehung für chronische Krankheiten, Universitätsspital Genf (HUG) und Präsident des Stiftungsrates der Stiftung Art-Therapie

«Eltern werden durch ihr musikalisches Schaffen auf der Neonatologie zu Koproduzenten der Gesundheit ihres Kindes und ihres eigenen Wohls. Sie sind in der Musiktherapie sowohl «Konsument als auch Produzent» – ein wesentliches Merkmal von Koproduktion.

Im Sinne von Patient Empowerments soll zwar Wissen vermittelt, vor allem aber zum eigenen Handeln motiviert werden. Im therapeutischen Prozess empowert Musik Eltern und Kinder durch responsive und feinfühlige Interaktion.»

Dr. Friederike Haslbeck, klinische Musiktherapeutin, Inselspital Bern, Neonatologie

Im kreativen Ausdruck muss der Patient das Erlebte in eine Form bringen. Man spricht hier vom Schaffensprozess. Durch diesen Prozess und mit Hilfe des gewählten Materials (Farbe, Ton, Collage) drückt sich der Patient nicht nur aus, er wandelt seine Gefühle auch in etwas Konkretes um. Dabei wird nicht nur der Körper, sondern es werden auch Empfindungen, Emotionen und Gedanken miteinbezogen.

Dieser Prozess hilft dem Patienten einerseits, sich auszudrücken, und andererseits, seine Persönlichkeit und das Erlebte besser zu verstehen. Durch das kreative Schaffen stellt er eine lebendige Verbindung mit sich selbst her. Die Kunsttherapie bietet für den Patienten neben den anderen angebotenen Behandlungen eine zusätzliche Unterstützung. Der Austausch mit den anderen Fachkräften ist wichtig und bereichernd. Durch eine enge Zusammenarbeit erhalten wir ein umfassendes Bild des Kranken und seiner Geschichte. So können wir dem Patienten helfen, sich mit den Veränderungen, die sein Gesundheitszustand (Krise, Krankheit, Unfall usw.) mit sich bringt, auseinanderzusetzen und diese zu akzeptieren.

Christina Anzules, Kunsttherapeutin, Universitätsspital Genf (HUG)

Musiktherapie mit schwerbehinderten Kindern hilft, Kontakt zu den Patienten zu finden, die scheinbar in ihrer eigenen, abgeschlossenen Empfindungswelt leben. Ohne Worte können Freude, Wut und Trauer Ausdruck finden und gemeinsam mit den Angehörigen kann eine Tür zu mehr Lebensqualität geöffnet werden.

Als erlebnisorientierte, tiefenpsychologisch fundierte Therapieform unterstützt die Musiktherapie die Aktivierung von Ressourcen und gesunden Persönlichkeitsanteilen. Das therapeutisch begleitete Spiel von Klängen, Rhythmen und Melodien ermöglicht den Ausdruck von Gefühlen und das Verarbeiten belastender Erlebnisse. Im Spitalalltag ist die Musiktherapie speziell in Situationen sinnvoll, in denen dem Patienten das Sprechen nicht oder nur teilweise möglich ist. Dabei ist oberstes Ziel die Förderung und Erhaltung von Lebensqualität.

Christine Erb, Musiktherapeutin, Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB)

Kunsttherapie ermöglich den Patienten, in eine andere Welt einzutauchen. Sie können ihre Gefühle und Bedürfnisse mitteilen, ihre Erlebnisse im Spital und im Zusammenhang mit der Krankheit oder dem Unfall verarbeiten und sich selber als fähig und aktiv erleben, was eine sehr wichtige Erfahrung für den Umgang mit der Krankheit oder dem Unfall und für den Heilungsprozess des Patienten ist.
Für die Therapeutinnen ist der Austausch mit dem Pflegepersonal und den Ärzten sehr wichtig, um Informationen über die individuelle Lage des Patienten zu erhalten, und um sowohl erfreuliche wie auch belastende Situationen anzusprechen.

In der Kunst- und Ausdruckstherapie (KAT) benutzen wir neben verbalen Methoden verschiedene Kunstformen wie Musik, Theater und Rollenspiele, Malen, Gestalten, Geschichtenerzählen und -erfinden. Das schöpferische Tun bringt die Patienten mit ihren eigenen Ressourcen in Kontakt und stärkt ihr Selbstvertrauen.

Cintia Balau, Kunst- und Musiktherapeutin, Kinderspital Zürich

Die Musikerinnen des CHUV begleiteten seit einem Jahr ein 3-jähriges Mädchen, das kurz nach seiner Geburt an Krebs erkrankt war. Da die Kleine sehr anfällig war, musste sie regelmässig längere Zeit – oft isoliert – auf der onkologischen Abteilung verbringen. Als wir sie das erste Mal sahen, war sie acht Monate alt. Bewegungslos lag sie in ihrem Bett, flach auf dem Bauch. Sie wirkte kraft- und leblos und ihre Mutter sass traurig neben ihr. Als die erste Melodie ertönte, hob sie ihren Kopf und hielt ihn bis zum Ende meines Liedes mit aller Kraft und weit geöffneten Augen oben. Danach schenkte sie uns ein strahlendes Lächeln.

Bei unseren zahlreichen nachfolgenden Besuchen konnten wir eine sehr enge Beziehung zu ihr aufbauen. Ihre Mutter liebt die Musik und vor allem den Gesang. So entwickelte sich jede Begegnung zu einer richtigen Gesangsrunde, die das kleine Mädchen beruhigte und zum Tanzen und Lachen brachte. Diese musikalischen Momente sind für das Kind zu Augenblicken des Glücks geworden, in denen es jedes Mal Kraft schöpfte, insbesondere um gegen seine Krankheit zu kämpfen.

Christiane Rupp, Musiktherapeutin, Centre Hospitalier Vaudois (CHUV), Lausanne

Sie ist aufgewühlt, weint und spürt gleichzeitig grosse Erleichterung, dass diese Krankheit endlich eine Stimme erhalten hat. Das Instrument bleibt fortan ein Symbol ihrer Krankheit.

Die 16-jährige Sabine leidet an Anorexie. Sie kann sich verbal sehr gut ausdrücken und führt gerne intellektuelle Gespräche. Ihre Gefühle sind dahinter versteckt und vergraben. Die Musiktherapeutin schlägt ihr vor, ihrer Krankheit eine musikalische Stimme zu geben. Sie sucht, bringt verschiedene Instrumente zum Klingen und entdeckt plötzlich ein Geräuschinstrument, von dem sie sich angesprochen fühlt. Es ist laut und übertönt alles andere.

Claudia Hablützel, Musiktherapeutin, Kantonsspital Winterthur

In der Pädiatrie des Regionalspitals von Lugano werden 0- bis 16-jährige Patienten mit sehr unterschiedlichen Krankheiten behandelt. Somit ist auch der Kunsttherapeut mit einer grossen Vielfalt von Problemen und Situationen konfrontiert, von somatischen Krankheiten bis zu psychoaffektiven Erkrankungen, von Essstörungen bis zu sozio-familiären Belastungen.

Nach ihrer Entlassung können die Patienten die Therapie ambulant fortsetzen, wodurch der kunsttherapeutischen Behandlung während des Spitalaufenthalts mehr Bedeutung zukommt. In einem multidisziplinären Team aus Ärzten, Krankenpflegern, Psychologen, Psychiatern, Lehrern, Ergotherapeuten und Ernährungsberatern kann die Kunsttherapeutin ihre Arbeit auf zahlreiche Beobachtungen und gemeinsam vereinbarte Richtlinien stützen. «Der Kunsttherapeut ist wie ein Steuermann; er behält die Sterne im Auge».

Mariella Mulattieri, Kunsttherapeutin, Regionalspital Lugano, Civico, (EOC)